Schreiben lernen - Deine ersten 5 Hiragana
あ・い・う・え・お - A・I・U・E・O
Hier findest du eine kleine Einleitung in die japanische Schrift. Du lernst kennen, was die Kana (Hiragana und Katakana) sind, lernst deine ersten Hirgana kennen und bekommst sogar ein konstenloses Genkouyoushi-Papier und eine Vorlage zum Lernen in Form einer Leseprobe.
Ein kurzer Überblick
Was sind Kana eigentlich?
Japanisch nutzt zwei Lautschriften, die Kana heißen: Hiragana und Katakana. Jedes Kana-Zeichen steht für eine Silbe (genauer: eine Mora). Kanji sind dagegen Bedeutungszeichen: ein einzelnes Zeichen trägt eine Wortbedeutung und hat oft mehrere Lesungen.
Wofür werden sie genutzt?
In echten Texten werden die Schriftsysteme gemischt: Kanji bilden meist den Wortstamm (z. B. 食 in 食べます „essen“), Hiragana markieren Endungen, Partikeln und viele Grundwörter (たべます, は, です), Katakana stehen für Fremdwörter, Lautmalerei und Hervorhebungen (コーヒー „Kaffee“, コンピュータ „Computer“, ドキドキ „Herzklopfen“). So kann dasselbe Wort rein in Hiragana (たべます) oder „erwachsener“ mit Kanji + Hiragana (食べます) erscheinen.
Wieviele Kana gibt es?
Es gibt je 46 Grundzeichen in Hiragana und in Katakana. Zusätzlich gibt es zwei kleine Zeichen, die die Aussprache verändern:
Dakuten ゛- zwei Striche, die aus stimmlosen Konsonanten stimmhafte machen:
- k→g (か→が / カ→ガ)
- s→z (さ→ざ / サ→ザ)
- t→d (た→だ / タ→ダ)
- h→b (は→ば / ハ→バ)
Handakuten ゜- ein kleiner Kreis, die für h-Kana gelten und plosive p-Laute ergeben:
- h→p (は→ぱ / ハ→パ).
Besonderheiten:
- し→じ, ち→ぢ, つ→づ (die Formen ぢ/づ kommen vor allem in zusammengesetzten Wörtern durch Lautangleichung vor). Gilt alles gleichermaßen für Hiragana und Katakana. Durch Kombis mit kleinem ゃ/ゅ/ょ (z. B. きゃ/キャ = kya) erweitert sich der Klangbestand weiter – die Basis bleibt aber überschaubar.
Warum zuerst Kana lernen?
Kana sind schnell beherrschbar und klingen immer gleich: Damit kannst du sofort alles lautgetreu schreiben und lesen. Japanische Schulkinder fangen genauso damit an. Zudem kannst du in japanischen Texten Furigana (kleine Kana über Kanji, die die Aussprache anzeigen) lesen und somit einfacher Wörter im Wörterbuch nachschlagen und eine solide Basis für Kanji aufbauen. Kurz: Mit Kana kommst du sofort ins Tun. Kanji bauen darauf auf.
Wie schreibt man Kana? (Schreibrichtung & Genkōyōshi):
Moderne Texte laufen meist waagerecht von links nach rechts; traditionell gibt es auch senkrechtes Schreiben (Spalten von rechts nach links). Innerhalb eines Zeichens folgt die Strichreihenfolge einfachen Regeln: oben → unten, links → rechts, längere Linien vor Punkten/kleinen Strichen, außen vor innen.
Zum Üben eignet sich Genkōyōshi-Papier. Das ist ein klassisches Manuskript-Papier mit quadratischen Kästchen. Du kannst es für waagerechtes oder senkrechtes Schreiben nutzen. Fürs Üben reicht es aber erstmal aus, einfach die Kana in die einzelnen Kästchen zu schreiben
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Deine ersten Hiragana
Nun können wir direkt starten und deine ersten Hiragana lernen. Was du nun hier alles erklärt findest, bekommst du auch kostenlos in der Leseprobe meines Buches "Hiragana und Katakana lernen". Zudem findest du dort auch noch 5 weitere Hiragana und Übungen zum Vertiefen. Zum Schreiben stehen dir auch direkt auch Genkouyoushi Kästchen zum Schreiben zur Verfügung.
あ・A
A wird ausgesprochen wie in Apfel. Mit etwas Fantasie kannst du in dem Hiragana vielleicht einen Apfel erkennen, in dem ein Schwert steckt.
Schreibweise (Strichfolge):
- Oben waagerecht von links nach rechts.
- Senkrecht von oben nach unten durch den ersten Strich.
- Unten eine runde Schleife (wie eine Brezel).
い・I
I wird ausgesprochen wie das initiale I in Igitt. Stell dir nun vor, du siehst in dem Hiragana zwei umherkriechende Raupen. Dann würdest du vielleicht dasselbe sagen.
Schreibweise (Strichfolge):
- Links ein geschwungener Abwärtsstrich mit kleinem Häkchen unten.
- Rechts ein kürzerer, sanft gegenläufig gekrümmter Strich.
う・U
U ähnelt der Aussprache des u in unten, wird aber im hinteren Mundraum gebildet, wie ein deutsches A. Das Zeichen kann man sich merken, wenn man es um 90° dreht. Dann ähnelt seine Form nämlich einem U.
Schreibweise (Strichfolge):
- Oben ein kurzer schräger/vertikaler Strich.
- Danach ein langer Bogen („Ohrform“): leicht nach rechts oben ansetzen, dann rund nach unten führen und mit kleinem Schwung enden.
え・E
E wie in Elefant. Die Form des Schriftzeichens erinnert an ein verformtes Z oder die Zahl 2.
Schreibweise (Strichfolge):
- Oben ein kurzer schräger/vertikaler Strich (wie bei U).
- Unten ein kombinierter Zug: erst waagerecht (links→rechts), dann schräg nach links unten, dann ein geschwungener Abschluss nach rechts (~).
お・O
O wie in Ork. Vielleicht hat auch genau so ein komischer Ork das Schwert verbogen, das wir bereits beim Hiragana あ kennengelernt haben.
Schreibweise (Strichfolge):
- Oben waagerecht von links nach rechts (wie bei A)
- Kombistrich: senkrecht nach unten, kurzer Diagonalstrich nach links oben, dann eine offene Kurve nach rechts unten.
- Rechts oben ein kleiner Bogen als Abschluss.











